Rundreise Emilia Romagna: eine Woche in der Genussregion

by Angela
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Rundreise Emilia Romagna: ein in Land, wo kulturelle Sehenswürdigkeiten mit ausgezeichneten Spezialitäten einhergehen, wie z.B. der Prosciutto di Parma, der Parmigiano Reggiano und die Tortellini.

Unsere Emilia Romagna Rundreise beginnt in Parma , Kulturhauptstadt der Jahre 2020 und 2021. Weiter geht´s nach Reggio Emilia und Modena: die Geburtsstadt von Luciano Pavarotti, bekannt für ihren Aceto Balsamico und den legendären Ferrari. Am Ende landen wir in Ferrara, eine Stadt, die nicht so oft auf der touristischen Landkarte auftaucht, die aber definitiv ein Besuch wert ist. Zum Schluss erwartet uns ein Abenteuer am Delta del Po´ und ein erholsamer Aufenthalt an der Adria.

Lasst euch von den kulinarischen Genüssen überzeugen: in Molkereien, in Essigmanufakturen, auf Märkten und natürlich in guten Restaurants. Kommt mit mir auf meine Emilia Romagna Rundreise!

Rundreise Emilia Romagna: die Anreise

1. AUTO: als „adoptierte Münchnerin“ habe ich diese Reise mit dem Auto gemacht. Brenner runter, einen Zwischenstopp bei meinen Eltern in Vicenza (für euch kann es auch der Gardasee Verona oder Mantua sein) und dann los.

2. FLUGZEUG: nach Emilia Romagna kann man auch ganz einfach fliegen. Die Flughäfen von Bologna und Verona bieten gute und günstige Verbindungen nach Deutschland an. Die beiden Flughäfen liegen 10 Kilometer vom Zentrum der Stadt und können mit dem Bus sehr schnell erreicht werden.

3. BAHN: ist auch eine Option. Ab München fahren jeden Tag ca. 5-6 Züge in Richtung Bologna Centrale.

So wie immer, die beste Lösung gibt es nicht. Wenn ihr Fragen habt oder Empfehlungen braucht, bin ich gerne für euch per E-Mail oder Instagram erreichbar.

Emilia Romagna Rundreise: Parma und Reggio Emilia (3 Nächte)

Wir haben in Parma drei Nächte übernachtet. An zwei Tagen haben wir das Zentrum und die Umgebung entdeckt. Von Parma haben wir am dritten Tag einen Tagesausflug nach Reggio Emilia gemacht (ca. 30 Minuten Fahrt).

1. Tag: Parma Zentrum  

Parma ist das kulinarische Zentrum der Emilia-Romagna und die Heimat des Parmesans und des Prosciutto di Parma (Parmaschinken).

Das Altstadtzentrum ist echt bezaubernd: der Dom, der Baptisterium von San Giovanni (Unesco- Weltkulturerbe) und der Palazzo della Pilotta: in dem Palazzo gibt es verschiedene Museen und das Teatro Farnese. Glaubt mir, die sind ein Besuch wert.

Wir haben eine Stadttour (auf Italienisch und Englisch) gemacht, organisiert von der Comune di Parma. Großartig, 100%ig empfehlenswert!
Die Führerin hat uns mehrere verborgene Orte gezeigt, wie z.B. die „Spezieria San Giovanni“, eine Apotheke aus dem Jahr 1200.

Am Nachmittag sind wir durch die Gassen geschlendert, um das italienische Alltagsleben einer mittelgroßen Stadt mitzuerleben. Dann haben wir uns im “Parco Ducale” entspannt.

Durch die Gassen von Parma schlendern.

Zum Abendessen haben wir natürlich die typischen Gerichte der Region probiert: “Prosciutto crudo di Parma“, “Tortelli di zucca“und “Agnolotti. Musik für den Gaumen! Hier unten findet ihr meine Tipps für Restaurants.


Parma Tipps:

  • Mein Übernachtungstipp in Parma: Park Hotel Pacchiosi
  • Restaurantempfehlung für das Mittagessen: “Tra L’uss e L’asa”, Borgo S. Biagio, 6/c UND “Castagnoli Panificio”, Str. Luigi Carlo Farini, 28
  • Restaurantempfehlung für das Abendessen: Osteria del Teatro“, Piazza San Bartolomeo, 9  UND “Osteria dei Servi“, Piazza Ghiaia 1
Osteria del Teatro: mein Antipasto mit Parmaschinken

2. Tag: Die Umgebung von Parma

Am zweiten Tag haben wir die Umgebung von Parma besucht.

1. STOPP. Seit Jahren wollte ich das Labirinto della Masone sehen: das größte Labyrinth der Welt!
Es liegt etwa 30 Minuten von Parma entfernt.
Es ist ein Park mit mehr als 200.000 Bambuspflanzen und 3 km lange Wege, in denen man sich verlaufen kann. In der Mitte des Labyrinths befindet sich ein erstaunlicher Gebäudekomplex, mit einer privaten Sammlung von Gemälden und Skulpturen.
Der Eintrittspreis ist nicht so günstig (18 Euro), aber der Komplex ist den Preis wert.

2. STOPP. Unser Tag ging weiter mit dem Besuch des netten „Borgo“ (Dörfchen) Fontanellato (10 Minuten von dem Labyrinth). Wir haben hier die “Rocca Sanvitale” besucht, eine sehr gut erhaltene Wasserburg aus dem Mittelalter. Im Inneren kann man noch die originalmöblierten Räume sehen. Der größte Schatz ist das vollständige Fresko von Parmigianino aus dem XVI Jahrhundert.

Die “Rocca Sanvitale” in Fontanellato.

3. STOPP. Endlich (und sehr hungrig) erreichen wir ein Paradies: „La Fattoria di Parma SalAmeria”.
Eine Wurstwarenfabrik, die seine Produkte verkauft und auch Touren in der Fabrik anbietet.
Wir haben einen unglaublichen „Tagliere“ mit Parmaschinken, Culatello, Salami und Käse gegessen; Wein und Kaffee dazu…alles perfekt.

4. STOPP. Ich hatte für den Nachmittag noch ein Ziel: das Outlet „Fidenza Village“. Es liegt nur 10 Minuten von Fontanellato entfernt: meiner Meinung nach eines der schönsten Outlets Italiens.


  • Restaurantempfehlung für das Mittagessen: „La Fattoria di Parma SalAmeria, Strada Nazionale Emilia, 96, 43012 Sanguinaro – Parma (es liegt zwischen Fontanellato und Fidenza).
Unser Mittagessen: Prosciutto di Parma, Parmigiano mit Modena Essig und Tigelle.

3. Tag: Besuch einer Molkerei von Parmigiano  

Am dritten Tag stehen wir uns etwas früher auf und fahren in Richtung Reggio Emilia (etwa 40 Minuten von Parma entfernt)
Um 9:00 wartet auf uns eine Entdeckungstour durch die Welt der Herstellung des Parmigiano Reggiano.
Während einer geführten Tour haben wir die verschiedenen Phasen der Milchverarbeitung erfahren können. 

Es gibt viele Molkereien in der ganzen Region, die Führungen anbieten. Wir haben die Molkerei „Vacche Rosse“ in Reggio Emilia besucht und können die Tour nur weiterempfehlen.

Der Käsekönig: der Parmigiano Reggiano.

Nachmittag: Reggio Emilia Zentrum

Am Nachmittag besuchen wir die elegante Stadt Reggio Emilia.

Hier sind wir 2-3 Stunden durch die Plätze des historischen Stadtviertels geschlendert. Der Dom mit seiner unvollendeten Renaissancefassade und den Skulpturen von Prospero Spani (Schüler Michelangelos) sollte man auf keinen Fall verpassen.

Vielleicht nicht alle wissen, dass die Tricolore (Nationalflagge) ihren Ursprung in Reggio Emilia hat: sie wurde hier zum ersten Mal gehisst.
Die original grün-weiß-rote Flagge kann noch heute im Rathausgebäude von Reggio Emilia bewundert werden.

Reggio Emilia: Statue von Crostolo in Piazza Prampolini.

  • Restaurantempfehlung in Reggio Emilia: “Osteria Guerrina”, via Migliorati 2 – Reggio Emilia

Rundreise Emilia Romagna: Modena und Umgebung (2 Nächte)

4. Tag: Besichtigung einer Acetaia in Provinz von Modena

Heute packen wir die Koffer ins Auto und fahren in Richtung Osten: auf uns wartet das erste Mal im Leben die Besichtigung einer „Acetaia“ (Balsamessig-Kellerei). Ich habe viel recherchiert und am Ende habe ich mich für die Agriturismo Acetaia Serenientschieden, etwa 30 Minuten außerhalb Modena. Die “Acetaia” verfügt einige Zimmer und Apartments… das war unser Zuhause für die nächsten 2 Tagen.

Während der Führung haben wir viel über die Tradition und die Produktionstechniken erfahren, die für die exzellente Qualität des Essigs sorgen.
Natürlich haben wir zum Ende der Führung ein paar Flaschen Essig für unsere Küche gekauft… Rucola und Parmesan mit Essig…mmh, ich freue mich jedes Mal drauf!!

Das Mittagessen in dem Agriturismo war so lecker, dass wir sofort auch für das Abendessen gebucht haben. Am Nachmittag gab es Entspannung pur: am nächsten Tag wartet auf uns noch ein volles Programm.



5. Tag: Modena Zentrum

Das Zentrum von Modena hat mich mit seinen niedlichen und eleganten Gassen fasziniert. Ich habe diese Rundreise geplant, weil ich unbedingt Parma sehen wollte. Sie hat meine Erwartungen übertroffen. Aber Modena war für mich eine echte Überraschung.

In der Altstadt kann man wahre Kleinode der Kunst  genießen, wie z.B. den vollständig in weißem Marmor gehaltenen romanischen Dom auf der Piazza Grande.
Zusammen mit dem Ghirlandina, der Glockenturm, der sich majestätisch über den Dächern der Stadt erhebt, gehören beide zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Eine kleine Führung kann ich nur empfehlen. Hier der Link zu unserer Tour, auch auf Deutsch verfügbar.

Die Kathedrale von Modena.

Für das Mittagessen haben wir uns für einen Markt entschieden. Frisch zubereitete typische Produkte, heimelige Atmosphäre: das sind absolut die Orte, die ich liebe.

Eine Theke mit frischen Produkten am Markt Albinelli.

Nachmittag: Die Ferrarimuseen

Modena ist nicht nur die Stadt des Aceto Balsamico, sondern auch die Stadt des Ferrari.

Wer sich für Autos interessiert, für den sind wahrscheinlich die Ferrari-Museen in Modena und Maranello ein Muss. Ich habe einen Maschinenbauingenieur geheiratet und konnte auf einem Besuch der Ferrari-Museen also nicht verzichten. Wir haben uns für das Museum Ferrari in Modena entschieden. Mein Mann hatte das Ferrari Werk schon besucht: “unvergesslich”…

Schon von weitem erblickt man das futuristische Gebäude in Form einer riesigen, gelben Motorhaube eines Ferraris. Während der Führung sieht man nicht nur die schnellen, weltbekannten Flitzer, man erlebt auch die Visionen eines leidenschaftlichen Mannes, Enzo Ferrari.

Ich muss sagen, dass es eine sehr interessante Erfahrung war, auch für eine wie mich, mit wirklich 0 Interesse an Autos.

Rundreise Emilia Romagna: Ferrara und Po Delta Park

6. Tag: Zentrum von Ferrara

Am nächsten Tag geht es weiter nach Ferrara: sie ist eine der wenigen italienischen Großstädte ohne römischen Ursprung. Sie ist im Mittelalter entstanden.

Der historische Stadtkern wurde in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen und nach einem Besuch, versteht man wieso. Die Stadt verzaubert die Touristen mit seinem gewaltigen Renaissance-Palast Castello Estense, seiner beeindruckenden Kathedrale und mit dem Palazzo dei Diamanti aus reinstem Marmor.

Ferrara ist DIE Fahrradstadt in Italien! Deshalb kann ich euch nur empfehlen, den historischen Stadtkern auf zwei Rädern zu erkunden. Wir haben das leider nicht gemacht, weil unsere Piccolissima noch zu klein war, aber hier findet man viele interessante Touren mit dem Fahrrad.


Wir haben in der Nähe vom Castello Estense gegessen: natürlich immer wieder “Tortelli”, die schmecken in Emilia Romagna einfach anders!

  • Restaurantempfehlungen in Ferrara: “Hostaria Savoranola”, Piazza Girolamo Savonarola 18, Ferrara

6. Tag: Po Delta Park

Am letzten Tag unserer Emilia Romagna Rundreise haben wir genug von schönen Städten. Wir brauchen jetzt nur noch Erholung.

Wir haben einen Ausflug zum Schutzgebiet „Parco regionale del Delta del Po“ organisiert. Er ist eines der größten geschützten Feuchtgebietsysteme des Landes und gehört zum Biosphärenreservat der UNESCO. Hunderte Pflanzen- und Tierarten, über 370 verschiedene Vogelarten nisten oder überwintern hier, darunter auch Flamingos: ein echtes Paradies für Naturliebhaber.

Wir sind zu Fuß den Wander-Radweg vom Lido di Volano bis zum Lido delle Nazioni (ca. 7 Km) gelaufen. Entlang dieser Route kann man die schönen Pferde der Camargue bewundern, die sich perfekt an das Po-Delta angepasst haben. Wenn ihr Glück habt (wir leider nicht), könnt ihr auch Hirsche und Damwild in freier Wildbahn sehen.

Wir hatten nur einen Tag, aber in diesem Gebiet lohnt es sich, mehrere Exkursionen zu organisieren. Ein paar Tipps für eure Reise zum Po´ Delta könnt ihr hier finden.

Rundreise Emilia Romagna: ein paar Tipps

Alternativ bei schönem Wetter: Lidi di Comacchio

Wir haben diese Reise zur Weihnachtszeit gemacht. Wenn bei euch aber das Wetter schön und heiß ist, lohnt sich ein paar Tagen am Meer zu verbringen.

Die „Lidi di Comacchio“ sind sieben großflächige Badeorte, die durch einen mit vielen Pinien besetzten Strandstreifen miteinander verbunden sind.

Ich muss ehrlich mit euch sein: das Gebiet ist nicht meine Lieblingsregion in Italien aber für ein paar entspannte Tage am Strand passt es perfekt.

Die Strände am Lido di Comacchio sind perfekt für Familie mit Kindern

Habt ihr noch ein paar Tagen?

Unsere Woche ist jetzt vorbei, Zeit zurück nach Deutschland zu fahren. Wenn ihr mehr Zeit habt, kann ich euch empfehlen:

  •  ½ Tag Ausflug zum Fischerstädtchen Comacchio;
  • 1 Tag in Ravenna;
  • 1 Tag in Cervia;
  • Mindestens 2 Tage in Bologna.

Ideen für einen Zwischenstopp auf der Rückreise

Wer von euch mit Auto aus Deutschland gefahren ist, kann sich hier einen Zwischenstopp überlegen:

  • Chioggia, das kleine Venedig (½ Tag reicht);
  • Vicenza, Verona oder Padua sind für einen Tagesausflug perfekt;
  • die mittelalterlichen, befestigten Städte von Este oder Montagnana in der Provinz von Padua (½ Tag reicht).
Piazza Bra in Verona.

Bereit für Rundreise in Emilia Romagna? Buon viaggio ragazzi!!

Tortellini, Agnolotti, Parmaschinken, Culatello, Ragù alla Bolognese, Parmigiano Reggiano: wir haben in einer Woche bestimmt ein paar Kilo zugenommen! Aber es hat sich total gelohnt!

Ich hoffe, dass meine Tipps euch helfen können, eine Reise in dieser Schlemmer-Paradies zu organisieren. Falls ihr Fragen oder noch Empfehlungen für mich habt, schreib mir, ich freue mich!

Ich hoffe, dass euch meine Tipps helfen können, eine Reise in dieses Schlemmer-Paradies zu organisieren. Falls ihr Fragen oder noch Empfehlungen für mich habt, schreibt mir, ich freue mich!

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