Galleria Vittorio Emanuele (Mailand)

Städtetrip Mailand: zu Fuss durch das Herz der Stadt

by Angela
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Städtetrip Mailand: heute begleite ich euch durch das Herz von Mailand.
Ein Bummel durch elegante Geschäfte, historische Gebäude und interessante Museen. Natürlich darf auch leckeres Essen nicht fehlen!

Ich habe 5 Jahre in Mailand gewohnt und ich liebe es, diese Stadt zu Fuß zu erkunden. Das ist die intensivste Art sie kennenzulernen.
Bereit? Ihr braucht bequeme Schuhe und viel Wasser… heute werden wir viel laufen, los geht’s!

Mailand Städtetrip: Praktische Infos

  • AUSGANGSPUNKT: Domplatz
  • ANKUNFT AM DOMPLATZ: das Zentrum befindet sich in einer Umweltzone, daher ist die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln zu empfehlen
  • Die Haltestelle Duomo ist erreichbar mit: Metro Rot – Linie 1 / Metro Gelb – Linie 3 / Tram Nr. 2/3/12/14/15/16/19
  • LAUFZEIT: ca. 3-4 Stunden
  • Besuch der Museen am Domplatz: ca. 2 Stunden pro Museum

Mailand Städtetrip: Die Strecke

  • Mailänder Dom
  • Galleria Vittorio Emanuele
  • Teatro alla Scala (Opernhaus)
  • Casa degli Omenoni
  • Quadrilatero della Moda
  • Villa Necchi Campiglio
  • Corso Vittorio Emanuele
  • Rinascente
  • Piazza dei Mercanti

1. Mailand Städtetrip: Piazza del Duomo

Ein Besuch von Mailand kann nur hier beginnen, am Domplatz, der Lebensnerv der Stadt.
Der imposante „Duomo“ (Dom), der den Platz beherrscht, ist das bedeutendste Werk der gotischen Baukunst in Italien. Dort oben thront die vier Meter hohe Marienstatue „Madonnina“, die jeder Mailänder kennt.

Über 200 Stufen oder mit einem Aufzug erreicht man die Domterrasse, die man nicht verpassen sollte.
Von hier kann man nicht nur die verzierten Spitzen, Ornamente und Figuren des Domes bewundern, sondern hat auch einen wunderschönen Ausblick.

Ich empfehle euch, die Tickets für den Mailänder Dom und Dächer im Voraus zu kaufen, um das Schlange stehen zu verhindern.

Zeit für eine Kaffeepause

Nach dem Besuch des Doms ist es Zeit für einen „Espresso“ und wenn ihr die 200 Stufen genommen habt, habt ihr euch auch ein Feingebäck verdient!

Nicht weit weg vom Dom gibt es ein paar sehr leckere Lokale:

  • Princi (via Speronari, 6) ist ein modernes Bäckerei-Cafe; zusammen mit dem Kaffee kann man ein frischgebackenes Croissant, ein Feingebäck, oder warum nicht auch einen Stück Pizza genießen.
  • Iginio Massari (Via Guglielmo Marconi, 6), die Patisserie trägt den Namen des Gründers, einer der berühmtesten Konditoren in Italien. Nicht besonders günstig aber echt lecker.
Die leckere Pizza von Princi

2. Galleria Vittorio Emanuele

Galleria Vittorio Emanuele

Direkt am Domplatz liegt der Eingang zur Galleria Vittorio Emanuele II, die luxuriöse Einkaufspassage, die mit beeindruckendem Stuck, Fresken und Marmor dekoriert ist. Die Galerie ist absolut einen Besuch wert, auch wenn shoppen hier schwierig wird. In der Galerie befinden sich vor allem elegante und hochpreisige Geschäfte wie Louis Vuitton oder Prada.

Der Stier der Galerie Vittorio Emanuele II

Seid nicht überrascht, wenn ihr Leute seht, die sich dreimal um die eigene Achse drehen. Das ist ein Glücksbringer für die Mailänder und mittlerweile auch für Touristen. In der Mitte der Galleria gibt es einen Mosaikboden, der einen Stier zeigt. Man drückt die Ferse auf den Intimbereich des Tieres und dreht sich dreimal. Das Ritual soll Glück bringen und macht Spaß!

3. Teatro alla Scala (Opernhaus)

Die Galleria Vittorio Emanuele II verbindet den Domplatz mit der „Piazza della Scala“, in der die berühmte Oper „Teatro ala Scala“ liegt. Auch wenn man in Mailand an einem Tag vielleicht nicht genug Zeit hat, um eine der Operninszenierungen zu besuchen, kann man das Gebäude mit seiner Architektur aus dem 18. Jahrhundert auch von außen bewundern.

INSIDER TIPP

Den Architekturliebhabern empfehle ich einen kurzen Stopp vor dem „Palazzo degli Omenoni“ (via degli Omenoni 3). Es ist ein herrschaftliches Gebäude in der Nähe der „Piazza della Scala“, deren Fassade mit Skulpturen von großen Männern (Omenoni) geschmückt ist.
Gleich um die Ecke befindet sich das Haus des berühmten italienischen Schriftstellers „Alessandro Manzoni“.

Die Fassade der "Casa degli Omenoni"

4. Ein Bummel durch den „Quadrilatero della Moda“

Die Piazza della Scala befindet sich an der Grenze des so genannten „Quadrilatero della moda“ (Viereck der Mode), das Herz der Mailänder Mode. In diesem Viertel findet man nicht nur die weltweite berühmte Straße „Via Monte Napoleone“, sondern auch ein Labyrinth von kleinen und sehr eleganten Straßen wie Via Borgospesso, Via Santo Spirito, Via Gesù, Via Sant´Andrea und Via Bargutta.

Meine Empfehlung ist, sich einfach in diesem Viertel mit eleganten Ateliers, farbigen Schaufenstern und historischen Gebäuden zu verlaufen.

In “Via Gesù” befindet sich das sehenswerte Kunstmuseum Bagatti ValsecchiIn einem Palazzo aus dem 16. Jahrhundert gibt dieses Museum einen interessanten Einblick in Leben, Wirken und Passionen einer reichen Mailänder Familie.

Die eleganten Straßen von Mailand

5. Villa Necchi Campiglio

Versteckt in einer Seitengasse, etwa 10 Minuten zu Fuß der Via Monte Napoleone liegt Villa Necchi – ein Kleinod aus den 30er-Jahren. Diese Villa wurde im Auftrag der italienischen Nähmaschinen-Dynastie Necchi Campiglio vom Architekten Piero Portaluppi gebaut.
Auch in diesem Haus, wie im Kunstmuseum Bagatti Valsecchi, kann man einen Blick in das Leben der reichen Bewohnerinnen werfen. Kleider, Schuhe, Taschen, Pelze etc. sind hier noch aufbewahrt, und auch eine unglaubliche Kunstsammlung.
 
Die Villa wird vom FAI – Fondo Ambiente Italiano verwaltet, ein Besuch ist nur im Rahmen einer Führung möglich.

6. Corso Vittorio Emanuele: Nicht nur Boutiquen

Am Ende des Bummels durch das „Quadrilatero della Moda“ erreicht man den Platz San Babila.
Von hier weiter in die Via Vittorio Emanuele: in dieser Straße, voller großer internationaler Modeketten und coolen Streetwear-Boutiquen, können auch Normalsterbliche wunderbar shoppen gehen.

INSIDERTIPP

Etwa 5 Minuten zu Fuß der Piazza San Babila liegt ein echter Schatz: die Kirche“San Bernardino alle ossa”.
Die Kirche wurde im Jahre 1269 neben einem Raum gebaut, der dazu diente, die Knochen aus dem Krankenhausfriedhof unterzubringen. Menschliche Schädel und andere Knochen stapeln sich hier an den Wänden bis unter die Gewölbedecke.
Der Raum ist wirklich beeindruckend. Der Eintritt ist kostenlos.

7. Luxuskaufhaus „La Rinascente“

Der Corso Vittorio Emanuele endet am Domplatz, wo wir den Bummel begonnen haben. Für diejenigen, die noch nicht genug von Fashion haben, ist die Rinascente ein perfektes Ziel: ein 5-Sterne-Kaufhaus, das elegante (und teure) Mode verkauft.

8. Die letzte Anstrengung: Piazza dei Mercanti

Unser letztes Ausflugsziel liegt gegenüber dem Dom, die „Piazza dei Mercanti“ (Marktplatz). Im Mittelalter war dieser Platz einer der Mittelpunkte der Stadt: hier wurde der Handel betrieben. Rund um den rechteckigen Platz kann man wunderschöne alte Logenhäuser mit tollen Balkonen bewundern.

Mailand Städtetrip: Nachmittag in dem jungen Viertel Navigli

Super! Ihr seid fertig mit der Tour durch das Mailänder Zentrum!!

Jetzt ist es Zeit sich eine Pause zu gönnen, und ein bisschen italienisches Flair zu genießen. Das Viertel Navigli wartet auf euch mit zahlreichen Lokalen für einen Aperitif oder ein Abendessen.

Das Viertel kann vom Domplatz  ganz bequem und schnell mit der Tram Nr.2 oder einem Taxi erreicht werden. Die Haltestelle liegt am Anfang der Via Torino (gegenüber Zara), ihr solltet bei der Haltestelle Porta Genova aussteigen.

Ansonsten – wenn ihr am Ende dieses anstrengenden Tages noch Zeit und Kraft habt –  empfehle ich euch zu Fuß vom Dom bis zum Viertel Navigli zu gehen.

Die wunderschönen Kanäle “Navigli” von Mailand am Sonnenuntergang

Mailand Städtetrip: Mein Fazit

Hoffentlich hat euch das Herz von Mailand gefallen! Und hoffentlich habt ihr ein schönes Lokal in den Viertel Navigli ausgesucht! Andere Tipps für einen unvergässlichen Abend in Mailand findet ihr in diesem Artikel.

1 comment

Christine 25 February 2022 - 11:30

Mailand ist einfach eine wirklich schöne Stadt! Ich war vor ein paar Jahren mal dort; hatte leider aber ziemlich Pech mit dem Wetter. Na ja, muss ich halt irgendwann noch mal hin…

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